Finanzierung von Hilfsmitteln in Österreich

 

Für die Finanzierung von Hilfsmitteln und Heilbehelfen ist eine Kostenübernahme durch die Sozialversicherungen / Krankenkassen vorgesehen, sofern Kosten mehr als Euro 32,40 (2016) betragen. Unter bestimmten Voraussetzungen übernehmen zusätzlich auch das Sozialministeriumservice oder die Bundesländer Kosten.

 

Voraussetzung ist ein Verordnungsschein einer Ärztin/eines Arztes, der bei einem Vertragspartner der Krankenkasse (z.B. Bandagist, Optiker, Orthopädieschuhmacher) eingelöst werden kann. In manchen Fällen ist eine Bewilligung der Krankenkasse erforderlich, die üblicherweise durch den Vertragspartner veranlasst wird.

 

Ein Kostenanteil von 10% bis 20% (abhängig von der Krankenkasse) ist selbst zu übernehmen. Befreit von diesem Selbstbehalt sind Anspruchsberechtigte unter 15 Jahren, sozial schutzbedürftige Personen, Personen mit Anspruch auf erhöhte Familienbeihilfe und wenn der Bezug der Hilfsmittel im Rahmen einer medizinischen Rehabilitation erfolgt. Viele Krankenkassen bieten auch Leihgeräte an.

 

Die Krankenkassen haben Höchstgrenzen für ihre Kostenübernahme festgelegt, die zwischen Euro 486 und Euro 1.296 (je nach Krankenkasse) liegen. Für nähere Informationen sollte man sich an die zuständige Krankenkasse wenden. Hier die Links zu den Informationsseiten großer Krankenversicherungsträger:

 

 

 

Wenn die Hilfsmittel für die berufliche Integration verwendet werden, kann zusätzlich zur Kostenübernahme durch die Krankenkassen eine finanzielle Unterstützung durch das Sozialministeriumsservice beantragt werden. Die Anträge sind an die zuständigen Landesstellen zu richten:

 

 

Bezieht eine Person Leistungen aus den Landesgesetzen für Menschen mit Behinderungen, so kann eine finanzielle Unterstützung von Seiten des zuständigen Amtes der Landesregierung beantragt werden: